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Downloadbereich der Symposien zur Nachhaltigkeit im Bau

Möglichkeit zur Nachlese oder dem Download einzelner Beiträge der Vortragenden zu allen KoBi Symposien.
Die Präambel zum Kompendium der Veranstaltung "Nachhaltigkeitssymposium 2024 - KoBI" zeigt die Herausforderungen auf, welche sich die Institutionen der öffentlichen Hand in Bezug auf die Schutzziele einer nachhaltigen Entwicklung stellen müssen. Auch im Bauwesen wird von den Beteiligten erwartet den Anforderungen an nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben zu entsprechen und damit einer Vorbildrolle gerecht zu werden.
In diesem Dokument fasst Dipl.-Ing. Architekt Herr Grömling die Inhalte der Veranstaltung Nachhaltigkeitssymposium 2024 für das Expert*innen- Netzwerk KoBI in der Generalverwaltung der Max Planck Gesellschaft zusammen.
Der Schutz des Klimas als Beitrag zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen ist von enormer gesellschaflticher Bedeutung. Das Ordnungsrecht spielt dabei eine besondere Rolle. Herr Lützkendorf vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verweist dabei auf die Formulierung und Durchsetzung verbindlicher Anforderungen bzgl. des Klimaschutzes.Vvoraussichtlich in 2025 wird eine Gesetzgebungsinitiative für die Einführung einer ökobilanzierten Bewertung von Gebäuden mit Anforderung zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus von Gebäuden starten.

Schattenpreis

13. Juni 2024
Herr Prof. Lützkendorf vom KIT Karlsruhe referiert über Klimakosten als Schattenpreis. Er erklärt externe Effekte, die externe Kosten hervorrufen, verursacht z. B. durch die Emission von CO₂ und weiteren Klimagasen oder Luftschadstoffen. Diese Kosten sollten als Schattenpreise in der Wirtschafltichkeitsrechnung berücksichtigt werden.
Wie klimaoptimiertes Bauen gelingen kann, zeigt die Architektin Frau Pischetsrieder am Beispiel des Holzbauquartiers Berlin.
Kai Otto Architekten stellen die Sanierung von Laborbauten am Beispiel von zwei denkmalgeschützten Gebäuden vor.
Dip.-Ing. Architektin Frau Malinowski stellt das Forschungsprojekt der MPG in Kooperation mit der TU München zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für die Bauten der Max Planck Gesellschaft vor.
"Mögen hätten wir schon wollen..." Herr Tegtmayr, Geschäftsführung HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. liefert mit vier Kernaussagen die Basis zur Diskussion über das Ziel: "Unsere nächsten Bauvorhaben, also ab MORGEN, sind so CO₂ -emissionsarm wie möglich und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum gesetzlich verankerten Klimaschutz".
Dipl.-Ing. Stefan Geissler von MRICS beleuchtet in seinem Vortrag die Finanzierbarkeit der Klimaziele im Bestand und Neubau der Wohnungswirtschaft und wie eine CO2- Währung in der Finanzplanung angewandt wird.

Unibibliothek Siegen

13. Juni 2024
Dipl.-Ing. Architekt Herr Vitt stellt die Konzeption und bauliche Umsetzung des Projektes 'Umbau des alten Kaufhauses zu einer innerstädtischen Unibibliothek' in Siegen vor. Die Leitfrage "Wie können wir das Ziel erreichen?" machte unkonventionelles Handeln und innovatives Denken bei Beschaffungsvorgängen erforderlich.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität kann man das Potenzial der Beschaffung heben, findet Prof. Dr. Ing Sundermeier der TU Berlin. Unter anderen gibt er durch seine Kernthese "Form follows function" Impulse zur Diskussion um Strategien und Handlungsansätze im Umgang mit neuen Herausforderungen wie der zunehmenden Ressourcenknappheit der öAG.

Funktionalausschreibung

12. Juni 2024
Rechtsanwalt Hr. Huber vom Bayerischen Bauindustrieverband e. V. sieht in Funktionalausschreibungen Wege aus der Krise am Bau. Er ermuntert, Planung und Bau zusammen zu denken, zeigt Wege des partnerschaftlichen Bauens auf und gibt Praxisbeispiele.
Hr. Hauser der HaCon Business Solutions GmbH möchte auf eine andere Ausrichtung innerhalb der Baukultur aufmerksam machen. Gemeinsam besser bauen für wertstiftende Bauwerke wäre mit einer kollaborativer Projektkultur besser umsetzbar.
Architekt Hr. Schäfers stellt Löungen für unterschiedlichste Probleme aus der Vergangenheit vor, die in der Gegenwart wiederum zu einem Problem wurden, welche neu gelöst werden müssen. Bsp. unter vielen: Flussbegradigung - Überschwemmung oder Beton als Baumaterial für sagenhafte Bauten und dessen negative Einflüsse auf Klima und Umwelt. Er plädiert dafür situative und flexible Lösungen zu finden und sich zur Suffizienz der Baukunst zurück zu besinnen.
Mit der Gründung einer Bauplattform Genossenschaft in Kombination mit der gemensamen Entwicklung einer digitalen Plattform bietet Hr. Nübler von Bauform eG eine Lösung für die Bauwirtschaft, um Kontrolle über Bau- und Immo Daten zu behalten.
Hr. Prof.Dr.-Ing. Architekt Bielefeld der Universität Siegen stellt in seinem Vortrag das Verfahren und die Ergebnisse im Umgang mit Arbeiten in Bestandsituationen am Bsp. der Architekturschule Siegen (NAS) im Druckhaus vor.

Einfach UM-bauen

12. Juni 2024
"Man sollte nur bauen, was man wirklich braucht!" Der bildreiche Vortrag "Einfach UMbauen" von Florian Nagler der TU München vergleicht die Effizienz der Materialien Holz, Ziegel und Dämmbeton bei unterschiedlichen Klimaschutzmaßnahmen im Umbau. Daraus leitet er für zeitgemäßes Bauen die Forderung ab, so sparsam wie möglich mit Rohstoffen, Energie und Flächen umzugehen.
Im KoBI Symposiumsvortrag 2024 gehen die Damen der KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbH folgender Frage nach: "Treibhausgasemissionsziele für Bestellung" oder welche Art der Beschaffung fördert die Senkung von Treibhausgasemissionen?"
Der Rechtsanwalt Herr Halstenberg macht deutlich, dass bauliche Sicherheit einer konkretisierenden Definition bedarf. Dazu dienen vor allem technische Baubestimmungen. Zudem enthält das Werkvertragsrecht Regeln, um Bau- und Werksverträge zu vervollkommnen.

Vergabe als Chance

12. Juni 2024
Der Architekt Hr. Böttcher von der Vergabeprüfstelle im MIKWS sieht die Vergabe als Chance für Produktivität, Innovation, Baukultur und das Klima. In seinem Vortrag erläutert er dazu die Perspektiven von Revision und Vergabeprüfstellen.
Unter der Prämisse, dass die grauen Emissionen einer Bestandssanierung ca. 10% eines Neubaus betragen, plädieren Kai Otto Architekten dafür "Bestand zu nutzen, Abriss und Flächenversiegelung zu vermeiden" und stellen die Vorgehensweise von klimaoptimiertem Bauen im Bestand dar.

Klimaoptimiertes Bauen

12. Juni 2024
Um klimaoptimiert zu Bauen spielen Material, Konstruktion und Entwurf wichtige Rollen. In ihrem zweiten Vortrag erläutert Fr. Pischetsrieder die Ökobilanzierung auf Bauteilebene am Beispiel der Module LCA nach DIN 15078 und stellt den BKI Konstruktionsatlas Ökobilanz vor.
Klimanneutrale Bauwerke beim öffentlichen Auftraggeber sind auch bei der MPG noch nicht vollumfänglich umsetzbar. Fr. Malinowski, Leiterin der Abteilung Forschungsbau und Infrastruktur an der Generalverwaltung, führt aus, welche Maßnahmen dafür derzeit bereits laufen.
Herr Langfeld von der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren macht sich für klimagerchtes Bauen stark. Er stellt eine Checkliste für öAG vor und plädiert für die Entwicklung von Bauherrn Strategien bereits ab Phase 0 des Bauprozesses.
Kai Otto Architekten benennen Thesen zur Berücksichtigung von CO₂e im Bauwesen. Das Treibhauspotential GWP ist das vordringliche Problem, um Klimaneutralität zu erreichen. Zur CO₂e- Bilanzierung im Lebenszyklus eines Gebäudes wird eine Messgröße sowie die Festlegung eines CO₂e Budgets benötigt. Zudem müssen Abweichungen der CO₂e- Zielwerte in gemeinsamer Anstrengung kompensiert werden.
Frau Pischetsrieder von der Architektenkammer Berlin verhilft in ihrem Vortrag allen Beteiligten zum Einstieg in die Ökobilanz (LCA) von Bauvorhaben. Ab der Phase 0 sollte für jede Entscheidung die Währung CO₂e ermittelt werden. Zudem sind für eine gute Kostenplanung konkrete Zielwerte zu vereinbaren und zu bewerten.
Das zweitägige Nachhaltigkeitssymposium 2024 ist ein Projekt des KoBI Expertinnen Netzwerks, um öffentliche Auftraggeber zur Erstellung von klimaneutralen Bauwerken zu motivieren. Im Eröffnungsvortrag gibt Architekt Hr. Grömling den Impuls, einfach anzufangen und zudem einen Überblick über die zu erwartetenden Vorträge zu Themen wie Währung THG-Emissionen, Kulturwandel Vergabe; Klimaneutralität als Ziel beim öAG oder Technische Gebäudeausrüstung (TGA): THG Währung in Kostengruppe 400
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